Buchpräsentation: Homopunk History

Am Mittwoch 13.09.2018 um 19 Uhr im Nexus

Dass Punk in einem ethymologischen Sinne nicht nur soviel wie »Abschaum«, »Dreck« und »Müll« bedeuten kann, sondern auch in Nordamerika ein Slangwort für einen männlichen Homosexuellen im Gefängnis ist, steht inzwischen in jeder besseren Einführung zu dieser Subkultur.

Der urbane Sumpf, aus dem Punk hervorkroch, war alles andere als heterosexuell und männlich geprägt. Dort tummelten sich die New Yorker Prä-Punks von The Velvet Underground um den bisexuellen Lou Reed oder die mit Geschlechterrollen spielenden New York Dolls. Und auch als Punk Ende der Siebziger explodierte, war er geprägt von der gemeinsamen Vergangenheit mit der schwul-lesbischen Kultur. Die Schlüsselfiguren der späteren Londoner Punkszene trafen sich bevorzugt in Homo-Bars, die bürgerlichen Vorstellungen von »Männlichkeit« und sexueller Identität wurden zusammen mit der Musik­geschichte entsorgt.

Aber schnell wurden Punk und sein Subgenre Hardcore immer brutaler, lauter und männlicher. Viele Schwule, Lesben und Queers kehrten der Szene den Rücken oder verblieben ungeoutet im Schrank, bis mit Bruce LaBruce und G.B. Jones zwei Punks in Toronto Mitte der 1980er die Queercore-Bewegung ins Leben riefen.

»Homopunk History« geht auf die Suche nach den Nischen, in denen Punk trotz allem abweichende sexuelle Identitäten möglich machte. Denn es gab weiterhin Refugien, in denen sich Punk seine Offenheit bewahrte.

»Homopunk History« erscheint im August 2018 im Ventil Verlag.

Über den Autor:
Philipp Meinert, 1983 ausgerechnet in Gladbeck geboren, erlebte im Ruhrgebiet eine solide Punksozialisation. Studium der Sozialwissenschaften in Bochum. Seit 2010 neben seiner Lohnarbeit regelmäßiger Schreiber und Interviewer für verschiedene Online- und Printmedien, hauptsächlich für das »Plastic Bomb Fanzine«. 2013 gemeinsam mit Martin Seeliger Herausgeber des Sammelbandes »Punk in Deutschland. Sozial- und kulturwissenschaftliche Per­spektiven«. Lebt in Berlin.

Vorverkauf Oidorno!

Für das Oidorno Konzer am 07.09. im Nexus gibt es ab dem 07.08. im Cafe Riptide sowie im Nexus Hardtickets im Vorverkauf zu erwerben. Der Preis liegt bei 5€.

Die Karten im Nexus gibt es jeweils zur Donnerstatgskneipe ab 20 Uhr zu erwerben.

Stay Oi!

Become part of a rude revolution

Aktuell läuft das Konzertjahr für uns ganz hervorragend – wir hatten tolle Konzerte mit derb sympathischen Bands und genügend Gäste waren auch immer da – überwiegend wurden die Erwartungen auch deutlich übertroffen.

Auch die Rückmeldungen seitens der Bands und des Publikums waren durchwegs positiv.

Wir bekommen auch immer mehr Anfragen von Bands für Gigs und versuchen auch möglichst viele Konzerte zu organisieren.

Allerdings haben auch wir nicht unendlich Ressourcen. Das Nexus Braunschweig​ funktioniert nur durch ehrenamtliches Engagement, niemand bekommt für seine Aktivität Geld und das ist auch gut so. Infos gibt es hier

Mit diesem Post wollen wir euch einladen, euch aktiv bei uns oder direkt im Nexus zu betätigen. Vom Bandcatering, Tontechnik, Thekenschichten, Einlass bis zum Aufräumen sind wir über jede zusätliche helfende Hand dankbar.

Schreibt uns einfach an wenn ihr uns auf diesem Weg unterstützen wollt und auch so künftig noch mehr coole und unkommerzielle Konzerte in Braunschweig zu ermöglichen.

Weitere Infos findet ihr auch auf der Website des Nexus

Pressure Droppers im September

Am 29.09. spielen The Pressure Droppers stylischen Rocksteady und Ska im Nexus, als Support kommen aus Kopenhagen The Royal Air Force im Punkerbomber angeflogen. Braunschweig aufgepasst, 1945 lässt grüßen.

The Movement und Fuzzy Vox kommen!

Am 29.06. kommen The Movement nach 2jähriger Nexuspause wieder nach Braunschweig. Anfang des Jahres konnten die Klassenkämpfer aus Kopenhagen bei Feine Sahne Fischfilet in großen Hallen aufspielen und überzeugen.

Im November kommen aus Paris zum ersten Mal Fuzzy Vox ins Nexus – starker Garagepunk mit Powerpop einflüssen. Wir freuen uns sehr auf die französischen Hives.